Während meiner energetischen Hausreinigungen sind meine Klienten und ich oft überraschend auf Naturgeister im Haus gestoßen. Mal waren diese freiwillig dort, mal nicht. Und nicht immer haben wir sie auf den ersten Blick erkannt. Drei Begegnungen schildere ich hier kurz, um zu zeigen, dass Unwohlsein in der Wohnung manchmal eine überraschende Ursache haben kann. Und dass es wichtig ist, freundlich und mitfühlend zu allen Wesen zu sein.
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Die Naturgeister beanspruchen ihren Wohnplatz in einer gemütlichen Hof-Wohnung
Eigentlich sollte es eine Schlafberatung werden. Aber als ich mit meiner Klientin durch ihr gemütliches Dachgeschoss ging, erlebten wir eine Überraschung: Die hinterste Ecke im Dachgiebel war durch die Balken wie eine kleine Kapelle geformt. Dort standen ein Gästebett und die Nähecke. Meine Klientin meinte, dass Gäste dort nicht gut schliefen und sie selbst sich immer unwohl fühlte, wenn sie dort saß und nähte.
Ich fühlte mich in die Ecke ein und spürte plötzlich die Anwesenheit des Kleinen Volks. Es war eine große Gruppe von quirligen, vitalen Wichten und sie sagten deutlich und bestimmt: „Das ist unser Platz!“. Dieser Satz hallte in meinem Inneren freundlich, aber sehr bestimmt nach. Und ich nahm wahr, dass sie den Hof, auf dem die Wohnung war, mit Lebendigkeit und Fruchtbarkeit erfüllten. Ich spürte eine solche Lebensfreude und ein fröhliches Gewusel!
Als ich meiner Klientin davon erzählte, erklärte sie sich bereit, das Gästebett woanders hin zu stellen und ihre Nähecke zu verschieben. Sie stellte dem Kleinen Volk regelmäßig Blumen in die Ecke, das schienen sie richtig toll zu finden.
Verzweifelter gebannter Hauswichtel wird befreit
Naturgeister können, ob bewusst, oder unbewusst, an einen Ort festgebannt werden. Sie können sich dann nicht mehr von einem Fleck wegbewegen. Das macht sie verständlicherweise sehr wütend und sie können die Atmosphäre deutlich spürbar verdunkeln.
Eine Klientin erzählte mir, dass sie Angst vor einer Ecke ihres Schlafzimmers habe, weil von dort ein schreckliches Grauen zu spüren war. Die Ecke war vollkommen verdunkelt und mit einer schweren Energie verhangen. Es dauerte ein wenig, bis wir erkannten, dass dort ein Hauswichtel gebannt war. Warum, haben wir nicht ganz herausbekommen, aber es muss noch vor der Zeit gewesen sein, als meine Klientin dort einzog.
Behutsam reinigten wir die Atmosphäre und befreiten den Wichtel aus der Ecke. Man hätte jetzt denken können, dass er richtig wütend war und wir ihn erst hätten besänftigen müssen. Aber er wanderte total zufrieden und neugierig durch die Räume und beanspruchte kurze Zeit danach einen bestimmten Platz auf dem Wohnzimmersofa.
Ich habe ihn nochmal gefragt, was er bewirkt. Denn einen Hauswichtel zu haben, ist ein echter Glücksfall. Ich spürte von ihm eine Gelassenheit und Ruhe ausströmen, die sich auf die Bewohner und die Energie der Wohnung überträgt.
Wohnungsloser Wassergeist
Es gibt Naturgeister, die können sich nicht von A nach B bewegen, sondern sind an ihren Lebensraum gebunden. Denken wir daran, wenn wir einen Tümpel trockenlegen, um darauf ein Haus zu bauen?
Dieser Wassergeist hatte das Pech, dass auf einmal ein Hochhaus auf seinem Zuhause stand und er konnte nicht fort!
Also verschanzte er sich im Badezimmer eines dort wohnenden Pärchens. Meine Klientin hätte gerne mal ein entspanntes Bad genommen, fühlte sich dort jedoch immer so unwohl, dass sie möglichst schnell das Zimmer wieder verließ. Der Wassergeist verteidigte sein Revier und plusterte sich ganz schön auf, so dass ich ihn erst nicht erkannte. Als er jedoch „enttarnt“ war, stellte er sich als ein kleines froschähnliches Wesen heraus, das furchtbar traurig war.
Meine Klienten erklärten sich einverstanden, Taxi für den kleinen Kumpel zu spielen. Dieser erklärte uns genau, was er wollte: einen schlammigen kleinen Tümpel! Als er hörte, dass es so einen in der Nähe gab und sogar mit Froschlaich darin, hüpfte er aufgeregt auf und ab.
Ich erfuhr nachher, dass genau in dem Moment, in dem mein Klient den Wassergeist in sein neues Zuhause entließ, ein kleiner Fisch aus dem Wasser sprang. Was soll ich sagen? Ich liebe Happy Ends
Ich wünsche dir eine magische Zeit,
Carina



Liebe Carina,
Viele Jahre meines Lebens habe ich in Thailand verbracht, wo bei jedem Hausbau ein so genanntes Geisterhäuschen für die Naturgeister erstellt wird, damit sie dahin umziehen können, den Bau nicht behindern und in Frieden mit den neuen Bewohnern des Landes zusammenleben können. Die Tradition hat mich immer fasziniert. Es ist wunderbar zu hören, dass du eine ähnliche Arbeit in unseren Breitengraden machst.
Weiterhin viele schöne Begegnungen mit Happy End wünsche ich dir und deinen Klient:innen.
Simona